Als Sozialarbeiterin in Berlin- Meine Zeit im Team Mitte bei der INDEPENDENT LIVING Stiftung

von Nico Witt

Hey, mein Name ist Cagla

meine Arbeit als pädagogische Fachkraft im Team Mitte war mein 1. Job nach dem Studium der Sozialen Arbeit (B.A.). Eigentlich wollte ich nicht in die Jugendhilfe und nur kucken, wie der Arbeitsmarkt so ist. Prüfen, wie meine Chancen stehen.

Womit ich nicht gerechnet hatte, war ein sehr lustiges Bewerbungsgespräch, was Lust und Neugier auf mehr gemacht hat. Aus der Überlegung „ich fange mal an und schaue, wies wird“ wurden 7,5 Jahre. Tja, unverhofft kommt oft :)

Ich hatte im Vorfeld keine konkreten Erwartungen und habe viele Situationen erlebt in denen ich mir dachte, wie gut sie mir gefallen und wie richtig es sich anfühlt, da zu sein, wo ich bin. Die Begleitung und Beratung verschiedener junger Menschen von 16 bis 23 Jahren ist super abwechslungsreich. Kein Tag ist wieder andere. Jede-/r hat einen anderen Bedarf, eigene Themen, Ziele, Wünsche und eine andere Persönlichkeit.

  • Eine Person braucht Begleitung zu Terminen,
  • eine andere Unterstützung bei der Ausbildungssuche,
  • Hilfe beim Putzen, Kochen
  • oder ein offenes Ohr für Gedanken und Sorgen.

Der Arbeitsort wechselt dabei oft zwischen Büro, Wohnung der jungen Menschen und irgendwo unterwegs in Berlin. Das hat mich fit gehalten und ich habe einiges Neues in der Stadt kennengelernt.

Bei den Wohnungsterminen habe ich

  • Möbel mit aufgebaut,
  • Bohren gelernt und erklärt, wies geht,
  • Küchen geplant,
  • Zimmer mit gestrichen
  • oder mich in Themen eingearbeitet, von denen ich bis dato selber keine Ahnung hatte.

Ich habe in den 7 Jahren viele junge Menschen auf dem Weg zur Verselbstständigung begleiten dürfen und empfand es immer als sehr erfüllend eine so enge Beratungsbeziehung aufzubauen. Mit 3-4x Treffen die Woche je Klient:in ist diese oft unausweichlich. Tröstlich war dabei zu wissen, dass ich als Sozialarbeiterin bei Unsicherheiten einen Kleinteampartner habe, mit dem  ich mich viel austauschen kann.  Außerdem gibt es das Team, was mit Rat und Tat zur Seite steht.

Für mich als „Hobbylangschläferin“ war es praktisch, dass die Arbeitstermine mit den jungen Menschen eher am Nachmittag waren, nachdem sie aus der „Schule“ kamen, sodass ich morgens Zeit hatte für einen langsamen Start in den Tag hatte. Arzttermine, Sport oder auch nur Einkaufen gehen konnte ich davor schon erledigen. Das weiß ich sehr zu schätzen. Die Verantwortung die Arbeit so einzuteilen, dass man trotzdem alles schafft und seine Stunden abdeckt, liegt bei einem selbst.

Mein Fazit:
Ich würde jede/r empfehlen bei der INDEPENDENT LIVING Stiftung anzufangen, weil sie einen sehr herzlich empfangen egal, ob Berufsanfänger:in oder nicht. Die Stiftung unterstützt einen so gut es geht und versucht Wünsche möglich zu machen (z.B. Weiterbildungsmöglichkeiten uvm.).

Hier findest du einen Überblick über unsere pädagogischen Arbeitsbereiche.

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